Kerala

 

Kerala Land und Vielfalt

Kerala ist ein Bundesstaat an der Malabarküste im Südwesten Indiens mit einer Fläche von 38.863 km² und 33,4 Millionen Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte beträgt 859 Einwohner je km². Damit gehört der Staat zu den am dichtesten besiedelten Regionen Indiens. Hauptstadt ist Thiruvanathapuram, das ehemalige Trivandrum.

Kerala hat viele verschiedene Religionen. Den größten Anteil stellt der Hinduismus mit 56,2 %. Weitere kleinere Religionen sind der Islam mit 24,7 % und das Christentum mit 19,0 %. Die Christen in Kerala sind vor allem Thomaschristen, deren Ursprung auf Apostel Thomas zurückzuführen ist.

Das keralesische Klima ist geprägt von zwei Regenzeiten, dem Südwestmonsun von Juni bis August und dem Nordostmonsun im Oktober/November. Die Temperaturen liegen bei ca. 26 - 33 C. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und sinkt selbst während der Trockenzeit nicht unter 60%.

Die Bewohner bezeichnen ihren Bundesstaat als „Gottes eigenes Land“. Mit dem Arabischen Meer im Westen, den westlichen Ghats, die mit 500-2700 m im Osten emporragen und vernetzt mit vierundvierzig Flüssen, genießt Kerala vielfältige Besonderheiten. Kerala ist geographisch in drei Regionen aufgeteilt: Bergland, Ebene und Strand.

Das Bergland grenzt mit den West- Ghats an die Bundesstaaten Tamil Nadu und Karnataka. Neben tropischem Regenwald herrscht hier Plantagenwirtschaft vor. Die Bergregionen von Kerala werden für die Pflanzung von verschiedenen Früchten wie Tee, Kaffee, Gummi oder Pfeffer genutzt. Außerdem werden Gewürze wie Kardamon und Zimt angebaut. Kerala ist Indiens grüner Gewürzgarten. Außerdem bietet Kerala hochgelegene, ausgedehnte Waldgebiete mit reichem Wildtierbestand. Die Bergregenwälder bieten große Naturschutzgebiete mit reichem Wildtierbestand. Neben Tigern, findet man Elefanten, Büffel, Bären, Nashörner und sogar Löwen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die „back waters“ – ein ausgedehntes Kanalsystem, in dem sich Salz- und Süßwasser vereinigen, stellt eine der Hauptattraktionen Keralas dar. Der Name Kerala bedeutet auch wörtlich „Land der Kokospalmen“, sie wachsen hier tatsächlich überall. 30 % der landwirtschaftlichen Fläche Keralas werden für den Reisanbau genutzt. Das Bestellen von Reisfeldern ist für die Bauern heute oft ein Verlustgeschäft und die meisten können sich Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel nicht leisten.

Berühmt sind die Strände Keralas, die zum Verweilen einladen. Viele Resorts bieten Ayurveda-Kuren an. Kerala bezeichnet sich selbst als der einzige Bundesstaat Indiens, der diese 2.600 Jahre alte, ganzheitliche Heillehre des Ayurveda mit absolutem Einsatz und Hingabe praktiziert und anwendet.

Weitere Merkmale Keralas sind seine aktive politische Szene und eine warmherzige Offenheit und Freundlichkeit Fremden gegenüber. Wer von Kerala zurückkehrt, weiß nicht nur die natürlichen Schönheiten zu schätzen, sondern trägt auch ein wenig Sonnenschein im Herzen.   

 

Bergland      -   Ebene     -     Strand